Freitag, 30. Dezember 2011

Selbstbewusstsein stärken - Duckmäuserkatzen

Ich soll was über die Möglichkeiten sagen, wie und ob man das Selbstbewusstsein einer Katze in einer Katzengruppe (sprich Mehrkatzenhaushalt) stärken kann, hiess es.

Da dies ein Blog ist, das grossen Wert auf Service am Leser legt (höhö :D ) hab ich mir nun also meine Gedanken dazu gemacht.

Der erste Punkt ist, haben Katzen ein Ich-Bewusstsein? In der Forschung wird es Tieren, die sich nicht im Spiegel erkennen, abgesprochen.  Das heisst, dass Primaten und andere Affenarten, Raben, Delfine und Schweine ein Ich-Bewusstsein haben, Katzen und Hunde angeblich aber nicht.
Das glaube ich - selbstverständlich - nicht und ihr hoffentlich auch nicht.
Ich denke nicht, dass man Ich-Bewusstsein am Erkennen des Spiegelbildes festmachen kann, sondern dass uns unsere Tiere täglich beweisen, dass sie sich selbst als Persönlichkeiten wahrnehmen, die Wünsche, Vorlieben und Abneigungen haben, die Neid und Eifersucht empfinden, ebenso wie Freude und Trauer.

So, nun also zu den Duckmäuserkatzen, den Underdogs, den sich unsicher verhaltenden Katzen, die sich immer im Hintergrund halten und/oder den anderen Katzen gegenüber wenig durchsetzungsfähig sind und dadurch Probleme haben.

Man macht aus einem Duckmäuser-Hasenfuss keinen Draufgänger. Man kann kleinere bis mittlere Verbesserungen erreichen, was das Durchsetzungsvermögen, bzw. die Stärkung des Selbstbewusstseins angeht, aber den Grundcharakter eines Tieres kann man (zum Glück) nicht ändern.

Dabei gehts nicht nur darum, dem Hasenfuss den Rücken zu stärken, sondern auch den anderen kätzischen Mitbewohnern zu signalisieren: Hallo, der Hasenfuss hat die gleichen Rechte wie ihr und Mobbing ist verboten.

Charakteristische Verhaltensweisen für den Hasenfuss sind:
Er kommt als Letzter zum Futtern, oft erst dann, wenn die anderen schon fertig sind.
Er beobachtet das Spielen der anderen, greift aber nicht ins Geschehen ein.
Er gibt seinen Schlafplatz ohne Gegenwehr auf, wenn eine andere Katze diesen für sich beansprucht.
Er gibt sich Mühe und achtet darauf, immer im Hintergrund zu bleiben.
Er unternimmt Anstrengungen, um unbeobachtet von den anderen das Katzenklo zu erreichen und/oder war schon mal oder ist öfter mal unsauber.

Wenn zwei oder mehr Punkte zutreffen: Hasenfuss.

Was dem Hasenfuss am meisten hilft, etwas mutiger zu werden und sich den anderen gegenüber durchzusetzen, ist, sich für ihn ganz spezielle Rituale auszudenken. Extrawürste, die nur er bekommt.
Er muss lernen: "ich bin nicht nur eine Katze unter mehreren, sondern ein Individuum und mein Mensch findet mich supertoll! Und ich darf mich auf Dinge freuen, die nur ich bekomme, die mir keine andere Katze streitig machen kann. Juhu."

Und die anderen Katzen merken: "Öh, den Hasenfuss gibts ja auch noch, und er hat sogar Rechte :-O"

Extrawürste sollten nichts mit Futter zu tun haben. Extra-Futter macht die anderen neidisch. Extra-Behandlung wird hingenommen und löst kein Wutausbrüchlein bei den anderen Katzen aus. Höchstens Verwunderung.
Und man sollte die Extrawürste, bzw. Rituale auch nicht direkt vor den Augen der anderen abhalten. Sondern man schnappt sich den Hasenfuss und geht mit ihm ins Schlafzimmer (oder halt ein anderes Zimmer) und macht die Türe zu.
Das wird der Hasenfuss anfangs eventuell gar nicht klasse finden. Geduld, er muss ja erstmal merken und kapieren, dass die Extrawurst etwas Tolles ist und Spass macht.

Die Extrawurst sollte aus Spielen und Schmusen bestehen. Irgendwas, was der kleine Hasenfuss halt gerne macht und wozu er sonst nicht kommt, weil er von den anderen verdrängt wird.
Am besten verbindet man diese Extrazeit mit einer Uhrzeit oder mit dem Füttern. Guter Zeitpunkt dafür wäre jeden Tag eine halbe Stunde nach dem abendlichen Füttern. Satte Katzen sind ausgeglichene Katzen und eine halbe Stunde nach dem Füttern war der Hasenfuss dann auch schon aufm Katzenklo und muss sich nicht mit voller Blase von Muddi herzen lassen, während er eigentlich nur pinkeln möchte ;)

Verlässlichkeit des Menschen ist Voraussetzung. Man kann eine Katze nicht an etwas gewöhnen, sie sich drauf freuen lassen und dann einfach keinen Bock haben. Wenn ihr das anfangt, müsst ihr es durchziehen.
Wenn ihr die Entwicklung des Hasenkaters mitverfolgt habt, dann ist euch aufgefallen, dass alles nur auf Berechenbarkeit des Menschen aus Sicht der Katze und Verlässlichkeit beruht. Der ist zwar kein Underdog in einer Katzengruppe, aber auch er musste erstmal lernen, dass er Ansprüche und Erwartungen haben darf und dass diese erfüllt werden.
Es war irre aufwendig, so lange Zeit jeeeeede Nacht um die gleiche Zeit draussen zu sein und mich mit ihm zu treffen, aber es hat sich gelohnt. 

Eine Katze, die keine Ansprüche und Erwartungen an ihren Menschen hat, hat wenig Antrieb, sich in Bezug auf Aufmerksamkeit durchzusetzen. Klar, wozu denn auch, wenns nichts bringt.
Hat sie das in Bezug auf den Menschen mal gelernt (die meisten Katzen müssen es nicht lernen, die sind Natural Born Aufmerksamkeitsjunkies :D ), hat diese Katze eine Grundlage an Durchsetzungsfähigkeit, die sie den anderen Katzen gegenüber anbringen kann und das entwickelt sich dann per Eigendynamik weiter auf andere Bereiche.

Ich kann das fast nicht erklären, deshalb hab ich auch so lange rumgeeiert, bis ich mich dazu aufgerafft habe, dazu etwas zu schreiben. Es funktioniert jedenfalls, glaubts einfach mal und probiert es aus. Man stösst eine Entwicklung an, löst ein Aha-Erlebnis im Katzenhirnchen aus, das die oft negierte und nichts desto Trotz vorhandene Eigenwahrnehmung der Katze aufhübscht. So einer Underdog-Katze muss man tatsächlich erstmal einimpfen, dass sie etwas wollen kann und darf und soll. Ausser der Befriedigung der Grundbedürfnisse, natürlich.

Was solchen Katzen sehr schmeichelt, ist, wenn ihr Mensch sich bei ihnen seine Markierung abholt.
Katzen geben über die Talgdrüsen im Gesicht Pheromone ab. Kennt jeder als Köpfchengeben und die angeschmusten Kanten von Wänden und Möbeln, an denen die Katze mit dem Gesicht entlang reibt, kennt auch jeder.
Sehr selbstbewusste Katzen gesichtsmarkieren alles und jeden. Jede Ecke, jede Kante in der Wohnung wird täglich mehrmals neu markiert.
Unsichere Katzen dagegen tun dies seltener.

Katzen finden es toll, wenn ihr Mensch ihnen die Hand vor das Gesicht hält, quasi mit der Aufforderung: los, markier mich,  ich bin dein Mensch und finde dich ganz, ganz super!

Man findet darüber kaum was zu lesen, aber meine Theorie ist, dass die Stellung in der Gruppe auch durch die Häufigkeit, mit der Menschen und vor allem Gegenstände gesichtsmarkiert werden, gefestigt wird.
Deshalb helfe ich da bei unsicheren Katzen immer nach.

Weiters finde ich wichtig, dass, wie schon erwähnt, den anderen Katzen gegenüber die Gleichstellung Hasenfusses in der Gruppe aus der Sicht des Menschen betont wird.
Dabei hilft es, wie in ganz vielen anderen Situationen, wenn die Katzen ihren Namen kennen und auch die Namen der anderen Katzen. Ist hier nachzulesen: Die 3-Punkte-Regel
Beim Leckerli füttern mit Namen aufrufen (der Aufgerufene kriegt eines und man lässt ihn das in Ruhe futtern, bevor der nächste aufgerufen wird und auch eines kriegt, und so weiter, bis alle mehrmals dran waren) lernt auch der Gruppen-Obermacker, dass er nicht schalten und walten kann, wie er möchte, sondern dass er - wie alle anderen Katzen auch und vor allem, wie der Hasenfuss auch - ein Leckerli nur dann bekommt, wenn er aufgerufen nicht. Und nicht, wenn er sich gegen die anderen durchsetzt.
Die Leckerli-Verteilungs-Runde nicht vor dem Füttern abhalten, gell? Hungrige Katzen sind garstige Katzen. 


Wird eine Katze in der Gruppe plötzlich gemobbt, die bisher von den anderen gut gelitten war, sollte man mit ihr den Tierarzt aufsuchen. Kranke Katzen werden in einer Gruppe meist gemobbt und oft ist das sogar der erste Hinweis auf eine Erkrankung einer Katze.

Kommentare:

  1. Gibt es auch umgekehrt - die kranke Katze wird zum Mobber.
    Daher wenn nötig auch die/den Mobber untersuchen lassen.

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  2. Kranke Katzen sind je nach Naturell reizbarer und halten andere Katzen eher auf Distanz, das ist aber was anderes als Mobben.
    Bei Katzen ist es aber eher so, dass, wenn sie sich nicht wohl fühlen fühlen, kränkeln, dann ziehen sie sich zurück.

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  3. Hast Du super geschrieben. Ich hoffe, das lesen viele und setzen es um.

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  4. Ich bin nicht ganz zufrieden, aber ich konnts nicht besser beschreiben. Das Ganze macht man ja sehr intuitiv, und das dann in Worte zu fassen....

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  5. Auch wenn Du nicht ganz zufrieden bist: Ich finde es sehr gut erklärt und verständlich :-) Ich denke, dass es einigen helfen wird, die einen "Hasenfuss" in der Gruppe haben. ;-)

    Viele Grüße
    Josi

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  6. Mein Hasenfuß hat sich selbst geholfen...oder ich hab instinktiv das Richtige gemacht.
    Meine Abby spielt mit den Leckerlis und kickt sie erst durchs Zimmer, bevor sie sie frisst. Bis vor einer Woche hat Ronja Abby dabei jedes Leckerli abgeluchst. Ein paar Mal hab ich Ronja dann festgehalten, bis Abby das Leckerli gefressen hatte. Und seit ein paar Tagen verteidigt Abby ihr Leckerli selber. Sie legt beide Pfoten auf das Leckerli und knurrt Ronja an, wenn sie es sich klauen will.
    Seit ich das bemerke, lobe ich Abby immer.

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  7. Sehr gut :)

    Man kann Hasenfüsse zwar nicht zu Draufgänger machen, aber sie dazu ermuntern, sich durchzusetzen. Und das hast du gemacht und es hat gewirkt :)

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  8. Moin =)

    Erstmal guten Rutsch =)

    Dann danke ich dir sehr für diesen Bericht, diese Aufforderung.

    Wir haben in unserer Vierergruppe auch ein Katze, die sich seeeehr zurückhält, sehr schüchtern ist, und auch ängstlich.
    Ich war bisher der Überzeugung, dass ich alle gleich behandeln muss, damit sich das bessert.
    Ich werde jetzt, durch diene Anregung hin, aber unserer Melly ein paar Extra würstchen braten. Zum Beispiel liebt sie es, bei uns nachts im Bett zu schlafen. Die anderen drei (Mama Bonnie mit zwei Kindern) sind da eher für sich. Ich habe aber die Tür zugemacht* weil ich erstens Melly eben KEINE Extrawürste braten wollte und zweitens weil ich die Tür nicht offen lassen wollte, denn die Kiddies sind noch auf Entdeckertour.... und nachts schlafe ich lieber als jede Stunde neu Scherben zusammenfegen zu müssen.
    Aber was du schreibst, leuchtet mir ein. Ich habe Melly eine besondere Sache weggenommen, ohne mir dessen bewusst zu sein =(
    Ich denke mir, dass ich das gleich heute nacht so mache, dass Melly bei mir im Schlafzimmer schläft, ab morgen stell ich ein Katzenklo mit rein, weil die Tür trotzdem zu kommt.

    Danke dir für diesen Denkanstoß!

    LG und ein gutes neues Jahr!

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  9. Aurore, ich würde die Schlafzimmertüre generell offen lassen. Und für Nelly eine andere Extrawurscht braten.
    Die ganze Nacht lang trennen, das bringt evetuell mehr Unfrieden rein, als dass es nutzt. Die anderen würden doch bestimmt auch gerne bei Muddi kuscheln. ;)
    Falls die anderen das eh nicht wollen, ist es was anderes, dann mach es so.

    Dir und den Vieren auch ein gutes Neues :)

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  10. Huhu,
    nein bis jetzt wollen die anderen das nicht, die bleiben lieber im Wohnzimmer auf dem Sofa, alle drei eng aneinander gekuschelt.
    Mir sind gestern beim Lesen echt Riesenschuppen von den Augen gefallen =( Nicht nur dass Melly (Melly, die heißt MMMMelly =) )in der Gruppe nicht integriert ist, nein, ich hab sie auch noch von mir / uns ausgeschlossen.
    Daher denk ich, ist das okay, sie darf mit rein, die anderen bleiben eh draußen. Damit die Kiddies aber nicht in meinem Schlafzimmer auf Entdecker tour gehen, wenn ich schlafen will, kommt die Türe zu.

    Ich kann ja mal berichten =)

    LG Aurore

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  11. Ja, bitte, auf jeden Fall berichten.
    Bisschen Bedenken habe ich ja, dass die anderen so eine Riesen-Extrawurscht toll finden werden.....
    Aber es kann auch wirklich eine gute Idee sein. Ich bin gespannt, was sich bei MMMMMMelly tut ;)

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    1. Liebe Balli, ohne dass ich hier deinen Thread sprengen will oder es zu ausufernd lassen will:

      mittlerweile sind die Erfolge deutlich spürbar. Melly darf nach wie vor bei mir im Zimmer schlafen. Das hat sie gleich schon am zweiten Abend kapiert und es ist jetzt ein festes Ritual eingekehrt. Die anderen drei Katzen stört das gar nicht, da sie bisher sowieso nie in mein Schlafzimmer durften.
      Melly ist wirklich selbstsicherer geworden. Während sie sich seit dem Sommer, als Bonnie (und damit ihre Kinder) hier einzogen, fast nur noch im zugegeben großen Flurbereich aufhielt, sich aber nicht ins Wohnzimmer traute, weil sort für sie zuviel Trubel herrschte und sie auch Angst vor der Beschützermama Bonnie hatte, liegt sie nun seit einer Woche mit der größten Selbstverständlichkeit auf ihrem Lieblingsplatz auf dem Sofa.
      Sicherlich hat dabei mitgeholfen, dass wir das an anderer Stelle vorgeschlagene Lekkereli-Spiel eingeführt haben: Alle kriegen Lekkerlies, werden dabei mit Namen angesprochen. Das funktioniert hervorragend. Keine Keilereien! Im Gegenteil , sehr diszipliniert und gesittet geht es dabei zu.
      Melly hat gelernt, dass sie nach wie vor jemand ist und sieht den Kleinen wesentlich gelassener zu. Sie interessiert sich auch aktiv für sie und schnüffelt mal am Hintern der Kleinen, wenn sie denkt, es kriegt keiner mit <3

      Bis jetzt also zwar langsame, aber deutliche Fortschritte. Ich habe Melly sogar dabei ertappt, wie sie aus Versehen bei den anderen dreien mit am großen Fressnapf saß, aber das war echt ein Versehen ;-)

      LG Aurore

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    2. Das hört sich super an, Aurore! Freut mich sehr für euch :)
      Und vielen Dank für die Rückmeldung :))

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  12. Vielen Dank für diesen Beitrag und viele andere (ich lese beinahe schon den ganzen Tag)!

    Wir haben ein Katzen-Dreier-Team und machen uns manchmal Sorgen um Luna, die drei der genannten Hasenfuss-Kriterien aufweist. Nach der Lektüre weiß ich immerhin, dass ich bereits das Leckerli-Verteilen mit Namensnennung richtig mache, dabei ist Luna auch gar nicht zurückhaltend. Und ein Ritual speziell für sie machen wir auch schon, sie wird häufig auf dem Kratzpfosten ordentlich geknuddelt, dabei muss man sie ein wenig stützen, sonst würde sie vor Begeisterung wohl herunterfallen.

    Nun werde ich mal testen, ob sie meine Hand häufiger markieren mag, wenn ich sie ihr entgegen halte. Auf alle Fälle vielen Dank für die Tipps!

    Viele Grüße, Petra

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  13. Ich fahre seit einigen Wochen ca. 1x pro Woche ins TH zum Katzenkraulen, bin dort immer im selben Zimmer. Mit wirklich Kraulen geht da sehr wenig..., verständlicherweise! Nun gibt es dort einen sehr hübschen schwarzen Kater namens Johannes, der sehr schüchtern ist. Angeblich (lt. TH-MA) ist er in dem kleinen Raum immer für sich, versteht sich angeblich nicht wirklich gut mit einem der anderen 5 Insassen. Kann ich Johannes damit helfen, dass ich ihn als ersten persönlich begrüße = Hand schnuppern lassen? UND ihm als erstes ein Leckerchen gebe? Johannes ist bisher auch erst einmal ein wenig auf das Spiel mit der Lasermaus eingestiegen. Er ist wirklich so der Typ, den du beschreibst, Balli! Geht erst an die Katzenmilch, wenn die anderen getrunken haben, kommt selten oder nie von sich aus, um ein Leckerchen abzuholen, beobachtet eher von weitem! Als ich vor einer Woche dort war, war die Schmusige der Gruppe schon in ein neues Zuhause umgezogen, ein weiterer Kater sollte am nächsten Tag umziehen.

    Wenn's morgen nicht allzusehr stürmt, fahre ich wieder hin, diesmal ist dann auch mein Freund dabei! :)

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  14. Einmal die Woche bringt dem Johännschen halt nicht viel. Das ist zu wenig, um ihm wirklich einen kleinen Schubs zu geben.

    Vix, schau. Du hast Platz. Du bist momentan katzenlos. Deine Kaiserlichen kann keine andere Katze ersetzen und du bist noch nicht über den Verlust hinweg.

    Aber: du kannst zwei armen Tröpfen helfen.
    Warum schnappt ihr euch nicht den Johannes, setzt ihn auf euer Sofa, busselt ihn ordentlich durch und schaut mal, was ein Typ er wirklich ist.
    Und wenn ihr das rausgefunden habt, dann sucht ihr dem Kerlchen einen passenden Kumpel.
    Und du wärst glücklich, die beiden Katerchen wären glücklich.
    Und Kira und Fritzi bleiben trotzdem unvergessen.

    Gib dir nen Ruck ;)

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  15. Balli, ich schreib' dir dazu morgen eine ausführliche email, das wäre sonst zu OT hier!

    Nur ganz kurz: die stv. Leiterin des TH (Andrea) hat eh' schon nach einem meiner ersten Besuche gefragt, ob Johannes nichts für mich wäre... Ich habe mich erstmal i.a. wegen kürzlichem Verlust und anderer dir bekannten Gründe gewehrt, ich finde Johannes aber schon bezaubernd! :)

    Ich will aber auch mal Näheres über Johannes wissen, auf der HP steht Wohnungskater (5 Jahre) aus Einzelhaft, an der Tür steht Freigang (in Kinderschrift), ja, was denn nun???

    Andrea ist erst nächste Woche wieder da... Ich will auch wissen, wieso, warum der arme Kerl überhaupt im TH gelandet ist, was da gesundheitlich ist (kleine Macke/Trübung im rechten Auge, schielt angeblich) etc pp...

    Mein Freund Martin sagt eh' schon, der Johannes sitzt bald hier auf deinem Sofa...

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  16. Grüss Martin von mir, ich glaubs auch ;) :D

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  17. Juhuuu! Danke für den Beitrag, find ich sehr gut erklärt und geschrieben! Ich hatte mir ja extra einen Hasenfuss-Beitrag von Dir gewünscht. Viele Puschel in Gruppenhaltung führen ein Schattendasein und da ist es am Halter sie zu unterstützen und zu fördern. Man glaubt gar nicht was man für tolle Katzen aus Hasenfüssen machen kann. Ich hab ja ohnehin ein ganz spezielles Herz für die Hasen unter den Minitigern. :-) Du hast mir den ersten Arbeitstag versüßt, frisch aus dem Urlaub und gleich wieder tollen Lesestoff.

    Liebe Grüße
    Annki

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  18. Dann sind wir immerhin schon zu zweit, mit unserem Herzen für Angsthasis :)
    Und jaaaaaaaaaaa, du hast vollkommen recht, aus denen werden ganz supertolle Katzen, wenn sie erstmal aufgetaut sind ♥

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  19. Apropos, was macht den Dein Hase? Wir wollen Hasennews! :-)

    Viele Grüße,
    Annki

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  20. Dem gehts super. Er spielt seit Neuestem wie ein Wilder mit der Angel.
    Es sieht zum schiessen aus, wenn der dicke Bollen wie ein Frosch auf Dope hinter der Angel her hoppst :D
    Mit Linda spielt er auch gerne, die hat ihm gestern dann auch mal gezeigt, dass er zwar Krallen hat, die ihm aber nix nutzen, wenn sie ihn mit der Pfote auf dem Boden festnagelt. Er wird beim Spielen mit der Zeit manchmal überzwerch und hat ihr ein paar Ohrfeigen verpasst. Die lässt das eine Weile mit sich machen bis es ihr zu bunt wird. Dann stellt sie stellt sie klar, dass sie zwar sehr gutmütig ist, sich aber nicht abwatschen lässt.

    Er hat völlig normal reagiert, wie es die Drinnenlinge auch tun: mit ganz überschwänglichem Geknutsche und Gebussel für Linda.
    Das machen ausnahmslos alle Katzen, wenn sie von ihr abgestraft werden, folgt sofort das grosse Entschuldigungsgekuschel :D

    Hunde und Katzen sind soooo klasse zusammen, wenns passt.

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  21. Bitte Fotos und Filme! :-)
    Kann man Deine Linda vielleicht klonen? Sowas suchen wir dann nämlich auch ab in 5 Jahren ... *träum*. Gottseidank sind 2 von meinen drei Katzen an Hunde gewöhnt und finden sie oberklasse. Bei Iva bin ich mir da nicht zu 100 % sicher.

    Alles Liebe
    Annki

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  22. Wenn du dir einen Schäferhund oder Schäfermix ins Haus holst, kann eigentlich nix schiefgehen.

    Ich kannte Linda nur vom Foto, als ich sie geholt habe. Es hiess, sie würde Katzen nicht mögen. Hat sie anfangs auch nicht. Das heisst, die ersten paar Stunden :D
    Aber sowas ist völlig egal, denn diese Hunde mögen alles, was man ihnen beibringt zu mögen.
    Meine Familie hatte schon immer viele Hund mit vielen anderen Tieren zusammen, es gab noch nie Probleme.
    Katzen und Hunde sind wirklich ein ganz tolles Team, ich denke das jeden Tag. Linda lag heute morgen mit drei Katzen in ihrem Bettchen, ich liebe diesen Anblick ♥

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  23. Hallo Balli, ich ( Marieplus2) habe einige Male im Katzenforum von dir gelesen.
    Du scheinst mir was Zusammenführungen angeht wirklich kompetente Ratschläge und Ideen zu haben-hast du sowas vielleicht auch für mich?
    Ich habe 2 eigene Katzen plus, seit Weihnachten ein Scheu-chen aus dem Leipziger Katzenhaus. Medica ist 4-5 Jahre alt, und sehr scheu. Obwohl sie wohl in Leipzig zumindest mit Katern gut konnte, hier geht bisher gar nichts mit meinen (Django 8 Monate,Mia 16 Monate. Sie faucht bei fast jeder Gelegenheit bei der sie ihr zu nahe kommen und schlägt nach ihnen. Ihr Verhalten gleicht schon sehr dem von dir beschriebenen Angsthasen. Aber wie bestärke ich nun so eine Katze, die unruhig wird, wenn die Zimmertür geschlossen wird, die alles möchte ausser angefasst zu werden? Das ist eh das Ding, sie fürchtet sich vor jeder Art von Berührung, das kann auch der Federwedel, eine Schnur sein, "anfassen" ist nicht! Hast du da vielleicht eine Idee wie ich Medica bestärken und ihr zumindest ein paar Berührungsängste nehmen kann? Ich darf,je nach Tagesform, auf etwa einen Meter ran, nur Hand hinhalten zum Leckerli anbieten oder einfach zum Schnuppern, das geht mal kurz. Es gibt auch immer mal so Momente in denen mal mehr geht, aber das ist nichts beständiges bisher.

    LG

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  24. Hallo Bettina,
    wie ging die Zusammenführung denn los? Also erstmal separiert oder gleich zusammen gelassen? Sind alle drei Katzen kastriert? Hättest du Platz, um sie für eine Weile von den anderen zu separieren und Zeit, um intensiv mit ihr zu arbeiten? Bevor du sie unterstützen kannst, musst du erstmal Zugang zu ihr herstellen und Vertrauen aufbauen. Das geht am besten, wenn sie nicht auch noch den Stress mit den beiden anderen gleichzeitig meistern muss.

    Reagiert sie auf Django und Mia gleich nervös oder auf einen von beiden mehr?
    Und wie reagieren die beiden, wenn Medica faucht und nach ihnen schlägt?

    Viele Fragen, aber ich brauch mehr Infos, sonst kann ich nix Vernünftiges dazu sagen ;)

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  25. Hallo, Fragen sind schon ok.
    Ich hab übrigens im Forum nen Blog, da kannst du vielleicht auch nen Eindruck bekommen.
    Kastriert sind alle.
    Anfangs alle drei, mittlerweile nur die Mädels bekommen Zylkene. Einen Feliwaystecker hatte ich auch.
    Django und Mia sind eigentlich willens sie zu ignorieren, aber wenn sie faucht und haut geht das natürlich nicht.
    Ich denke sie hat generell eine Sicherheitszone die für alle tabu ist, aber schon etwas kleiner geworden ist.
    Ist sie abgelenkt, dann vergißt sie mittlerweile das Fauchen auch mal ganz. Wenn sie faucht/ schlägt weicht Django eher aus. Mia hat mittlerweile die Faxenn dicke, so mein Eindruck, und schlägt zurück. Das sind aber nur ganz kurze Scharmützel und Medi tritt dann den Rückzug an. 2x hab ich jetzt Mia erwischt wie sie Medica auflauerte und kurz anging.
    Wenn Medi sich bedrängt fühlt, neigt sie, laut Leipzig, zum Protestpinkeln, so passiert Silvester ( unbenutzes Katzenbett im Katzenzimmer)und vor ein paar Tagen da waren die drei allgemein schlecht drauf, dann ging Mia noch hinter ihr her und schwupp, da wars wieder soweit (mitten auf mein Bett) Ich hörte nur das Scharren auf der Decke,aber da war schon alles zu spät.
    Ich habe ein Zimmer in dem ich sie anfangs separiert habe und mich anfangs mit ihr allein beschäftigt habe.Es gab keine Verstecke unter den Möbeln, die Kratzbaumhöhle hübsch auf Augenhöhe. Ich hab mich zu ihr gesetzt, erzählt, geblinzelt, gegähnt was das Zeug hält.
    Dann habe ich die anderen zuerst nur zeitweise reingelassen. Anfangs hat Medi sich dass ganze nur vom Katzbaum aus betrachtet. Nachts war das Zimmer anfangs zu, damit sie in Ruhe aufs Klo konnte. Gefüttert habe ich sie anfangs auf dem KB. Ich habe Erweiterungen eigentlich immer erst eingeführt wenn ich gemerkt habe, dass sie bereit ist. Da wanderte der Napf dann erst auf den Fußboden vor dem KB, mittlerweile steht er, mit etwas Abstand zu den anderen in der Küche. Aber merke ich, dass es nicht ihr Tag ist, dann geh ich auch nen Schritt zurück und serviere mal im Katzenzimmer.
    Ich wollte eigentlich länger separieren, aber aus Leipzig erhielt ich den Rat das nicht zu lang zu tun, damit Medica das Zimmer nicht komplett als ihr Erb und Eigen ansieht und evtl die anderen dort nicht mehr reinläßt.
    Mittlerweile ist es so, dass sie unruhig wird wenn die Zimmertür zu ist und die anderen stehen draussen und kratzen, weil dieses Zimmer halt auch Spielzimmer ist.
    Ich bin ja generell für die Kürze der Zeit ganz zufrieden,will ihr gern auch alles Zeit lassen, aber das Verhältnis mit den Mädels macht mir etwas Sorge und natürlich würde ich Medi gern etwas von ihrer Angst nehmen, damit sie sich ungezwungener bewegen kann.
    Also separieren ginge schon, allerdings entscheidet sich in den nächsten Tagen ob ich nächste Woche einen neuen Job antrete, dann würde mir etwas die Zeit fehlen. An welchen Zeitraum denkst du denn dabei?

    LG

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  26. Wie lange hast du sie separiert, bevor du sie mit den anderen beiden zusammen gelassen hast?

    Das Problem ist, wie gesagt, dass du ihr nicht wirklich beistehen oder ins Geschehen eingreifen kannst, solange sie dir gegenüber so scheu ist und kein Vertrauen hat. Da hättest du länger dranbleiben müssen, so lange du sie separiert hattest. Aber du hast mittendrin aufgegeben und sie mit den anderen zusammengeführt und nun hat diese unsichere Katze quasi zwei Fronten: auf der einen Seite dich, auf der anderen Seite die beiden anderen Katzen.

    So, wie du ihr Verhalten beschreibst, hört sich das für mich sehr defensiv an.

    Einen festgesetzten Zeitraum gibt es dafür nicht. Das hängt alles von der jeweiligen Katze ab. Bei den einen gehts schneller, bei den anderen dauerts eben länger.

    Sie wäre dann soweit (gewesen), wenn sie sich dir zuwendet, wenn du den Raum betrittst und nicht mehr in Deckung geht. Wenn sie sich frei bewegt, während du in diesem Raum bist. Sie muss keine Schmusekatze werden, aber sie sollte so weit kommen, dass sie sich frei bewegt in deiner Anwesenheit. Das ist das Mindestmass an Vertrauen, das notwendig wäre.

    Wenn du sie dann, wenn sie so schon so weit gewesen wäre, mit den anderen beiden zusammengeführt hättest, hätte sie nur den halben Stress gehabt.
    Der Zug ist aber abgefahren, die sind jetzt schon ein paar Wochen zusammen, nochmal trennen und neu anfangen bringt es da nicht.

    Was du jetzt noch machen kannst, ist z.B. Namenstraining mit allen drei. Vor dem Füttern (!) jeweils, denn wenn sie pappensatt sind, haben sie keinen Bock auf sowas.
    Fleischstückchen (oder Leckerli) in die Hand nehmen, dich auf den Boden setzen, und jeweilse eine Katze beim Namen aufrufen. Die kommt dann und bekommt ihr Stückchen. Dann die nächste und so weiter. Mehrere Runden hintereinander.

    Ein Fummelbrett aufstellen wäre auch gut. Kugelbahn hast du ja schon. Die muss Anreize haben, um aus ihrer Zurückgezogenheit rauszukommen und den anderen zu begegnen.

    Catwalks an den Wänden anbringen ist auch gut, das fordert auch dazu auf, mal den Liegeplatz zu wechseln und sich zu bewegen.

    Kartons aufstellen, z.B. einen mit Loch drin zum Verstecken und einen mit gaaanz vielen zusammengeknüllten Papierkugeln. In den dann eine halbe Hand voll Leckerli reinwerfen und die Katzen wühlen lassen. Und all so Zeugs halt.
    Da ist nun deine Kreativität gefragt ;)

    Je mehr Möglichkeiten und Anreize sie hat, desto eher wird sie sich überwinden, sich frei in der Wohnung zu bewegen und je freier sie sich bewegt, desto normaler wird sie für die anderen beiden.

    Du musst also quasi die Anreize schaffen, damit sie sich alle drei beschäftigen können, auch in deiner Abwesenheit.

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  27. Ich habe eben in deinen Blogeinträgen gelesen, dass du sie schon nach nicht mal drei Tagen aus dem Zimmer rausgelassen hast.
    Das war viiiiiiel zu früh.
    Ich werds nie kapieren, warum man Tieren nicht einfach die Zeit gibt, die sie nun mal brauchen, um sich an eine neue Umgebung und neue Menschen, neue Geräusche und neue Gerüche zu gewöhnen. Und sie statt dessen direkt mitten ins Geschehen befördert, wo so eine Katze, die eh total unsicher ist, dann so vorhersehbar überfordert ist.

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  28. Hab den Blog nun zu Ende gelesen. Du hast den Kater am ersten Tag nach Medicas Ankunft mit ins Zimmer genommen. Nach nicht mal drei Tagen die Türe aufgemacht und sie raus gelassen.
    Sag bitte den Leuten, die dir diese Katze vermittelt haben und dir so grottendämliche Tipps mit auf den Weg gegeben haben schöne Grüsse von mir, sie sollen bei der nächsten Vermittlung ihr Spatzenhirn einschalten und nicht so einen Scheiss raten, sondern vorher nachdenken. Dann geht ihnen hoffentlich das eine oder andere Lichtlein auf.

    Soviel Unkenntnis auf Seiten des Tierschutzes macht mich echt so _richtig_ sauer.

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  29. Dass dieser Vorschlag nicht der beste war, ist mir mittlerweile auch aufgegangen.
    Ich bin zwar nicht gänzlich katzenunerfahren, aber mit Scheu-chen kenne ich mich halt doch nicht aus und habe mich darauf verlassen. Zu deren Ehrenrettung muss ich sagen, dass es ein privater Verein ist und sie sich wirklich sehr um ihre Schützlinge bemühen.Und ich bin halt davon ausgegangen, dass solche Vorschläge auf gemachte Erfahrungen im Katzenhaus beruhen und schon ihren Sinn haben werden.
    Aber egal- nicht mehr zu ändern.
    Trofu-Such-Karton habe ich und Medica nutzt ihn sehr gern. Eine Kartonhöhle mit mehreren Eingängen gibt es auch, aber die ist ihr egal. Mit dem Laserpointer kann man sie manchmal zum spielen verleiten.
    Das mit der Namensrunde werde ich intensivieren.
    Sie ist ja durchaus schon etwas ansprechbar, aber ich möchte sie halt gern unterstützen.

    LG

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  30. Ja, nicht mehr zu ändern. Aber sag denen trotzdem, dass der Tipp ein schlechter war. Der nächste kriegt sonst den gleichen Tipp und es wird - auf Kosten eines Tieres - wieder grosse Probleme geben.

    Unterstützen kannst du sie, in dem du ihr Vertrauen gewinnst. Und da hilft das Namen-lernen mit den Leckerlis z.B. sehr dabei. Du kannst dann jede Katze direkt ansprechen und sie müssen sich beim Leckerli abholen arrangieren. Das heisst, nur der aufgerufene bekommt eines. Dann wird der nächste aufgerufen und bekommt eines und so weiter.

    Mit der Spielangel kannst du sie alle drei gleichzeitig beschäftigen, auch, wenn sie anfangs erstmal in verschiedenen Zimmerecken spielen und die anderen beim Spielen beobachten.

    Und den Leckerli-Karton ab und zu etwas umgestalten. Mal mit Papierkugeln drin, mal mit Bällchen drin, mal mit diesen Styroporschnippseln (Packmaterial), und so weiter.

    Für Auslastung und Beschäftigung sorgen, ist immer sehr wichtig.

    Wenn du sie streichelst, dann erstmal nur an den Bäckchen. Wenn sie sich da entspannt, dann weiter übers Köpfchen und den Nacken.

    Du scheinst Geduld zu haben, das ist das Wichtigste. Das kriegst du hin ;)

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  31. Hallo Balli, leider wird die Situation hier bei mir nicht besser.
    Mein Scheu-chen hat eine Mordsangst vor meiner Kätzin.
    Und obwohl sie zu mir immer mehr Vertrauen aufbaut ( setzt sich zu mir auf den Schreibtisch ( zuletzt Sonntag abend), holt sich Leckerchen wenn ich auf dem Boden sitze vom Bein ab- im Bad,gestern.) verläßt sie das Badezimmer tagsüber seit gestern nicht mehr. Ich weiß nicht wie es in der Nacht war, aber ich hab ihr jetzt erstmal Futter und ein Klo hingestellt.Denn heute morgen war klar, sie würde auf keinen Fall zum frühstück rausgehen.
    Gestern hatte ich die Tür zum Bad noch offen, aber sie traut sich dann einfach gar nichts, nur ab und an sieht man mal ihre Ohren. Sie verschanzt sich in der Heizung, das heißt in der Heizungsnische ist nur ein sehr kleiner Heizkörper verbaut, davor aber eine große Verkleidungsplatte. Sie kann also unsichtbar hinter der Verkleidung, auf dem Heizkörper sitzen/liegen.( Aber für mich problemlos erreichbar)
    Wenn ich mich mit Leckerchen und Spielangel bewaffnet ins Bad auf den Boden setze und die Tür schliesse, dann kommt sie sofort raus und bewegt sich zwar vorsichtig, aber frei im (leider kleinen) Raum. Spielen geht nur ansatzweise, da ist sie eher grobmotorisch und alles nur mit viel Kralle..
    Zum Punkt: Was meinst du? Soll ich sie dort erstmal lassen und sie doch erstmal vermehrt an mich gewöhnen? Das blöde ist halt ab morgen arbeite ich wieder und bin dann halt tgl. 9 Std weg. Andererseits wird es für sie ja immer schlimmer und eine offene Tür bedeutet für sie ja zur Zeit nur Streß.

    Geschlossene Türen sind natürlich ein Magnet. Grad mußte ich ins Bad und ehe ich gucken konnte die anderen gleich mit. Medica sitzt jetzt da wie erstarrt und wird von Mia belagert. Solange sie nicht versucht wegzulaufen wird nichts passieren, aber es ist ja kein Zustand, wie eingefroren. Halt wie auf dem Schulhof- wo erstmal "kick me " dransteht..
    Wenn ich jetzt aber nicht einschreite wird Mia der Medica das Badezimmer auch abspenstig machen und sie geht wieder auf die Suche..
    Wäre schön wenn du eine Idee hättest, die Maus tut mir so leid.

    LG
    Bettina

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  32. Bestell dir Zylkene für beide. Das dürfte schon mal für etwas Entspannung sorgen.

    Die Situation ist schwer einzuschätzen, ich sehe die Tiere ja nicht. Geht Mia auf Medica los, wenn sie sich unbeobachtet fühlt? Kloppen die sich richtig?
    Falls ja, lass die Tür tagsüber zu. Falls nein, lass die Tür offen.
    Wenn du da bist, hol Medica aus dem Bad raus, trag sie aufs Sofa und setz dich dort mit ihr hin. Wenn du in die Küche gehst, nimm sie mit, wenn du ins Schlafzimmer gehst auch.
    Es muss für Mia normal werden, dass Medica sich in allen Zimmern aufhält. Und da Medica nicht von alleine alle Zimmer betritt, bist du halt ihr Transportmittel.

    Wenn beide in einem Raum sind, locke Mia in die Nähe von Medica (die ggf auf den Schoss nehmen) und gib ihnen Leckerlis. Dann ins nächste Zimmer gehen (Medica mitschleppen) und Mia wieder dazu rufen. Leckerlis geben. Und ab ins nächste Zimmer, wieder Leckerlis geben.
    Diese Wanderung mit beiden Katzen durch alle Zimmer (Medica halt tragen, wenn sie nicht von alleine mitkommt) so oft wie möglich machen.

    Für Mia weiterhin die 3-Punkte-Regel anwenden. Wenn sie irgendwo liegt oder sitzt und freundlich guckt, dann ganz intensiv mit ihr beschäftigen. Wenn sie Stress macht / Aggro ist -> Platzverweis.

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  33. Zylkene bekommen sie alle schon vom ersten Tag an.
    Mia rennt hier Medica her und tatzelt ihr hinterher. Richtig kloppen gabs noch nicht, nur Medica wird halt immer panischer weil Mia sie halt geschickt mobbt und sie in die Ecke drängt,belagert, sie breit macht wo Medica ist, bzw gern schläft, ständig das Klo benutzt was Medica am Nächsten ist, Mia sagt einfach "alles meins".
    Deine Idee finde ich generell toll, hat aber den Haken, dass Medica halt ein echtes Scheu-chen ist- die läßt sich von niemanden anfassen. Ich darf ihr meine Hand kurz zum Schnuppern hinhalten, das wars aber auch. Grad erst lernt sie, dass sie sich Leckerlies von meinem langen Bein abholt wenn ich auf dem Boden sitze. Aber sowas klappt nur wenn ich mit ihr allein bin. Anfassen wird wohl eh noch eine lange Überzeugungsarbeit brauchen, ist eigentlich auch nicht Pflicht, aber sie sollte halt schon mit den anderen Katzen irgendwie zusammenleben können ohne ständig Panik zu schieben.

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  34. Schwierig. Sie immer einsperren bringts nicht mehr, die beiden kennen sich jetzt schon eine Weile und nochmal komplett zu separieren und die Zusammenführung nochmal neu starten macht da keinen Sinn, bzw. wird nichts verbessern.

    Bleibt dir also nur, zu hoffen, dass die beiden sich arrangieren.
    Mach weiter mit Medica wie bisher, das hört sich alles gut an, was du machst.
    Und brems Mia weiterhin etwas ein, wenn du zu Hause bist und sie Medica gegenüber penetrant wird.
    Und ansonsten, wenn du ausser Haus bist, lass sie machen, so lange keine Fellbüschel fliegen oder Mia unsauber wird.
    Vor allem natürlich immer ausreichend füttern, hungrige Katzen sind unausgeglichene Katzen. Wenn Mia das Gefühl hat, Ressourcen verteidigen zu müssen, wird sie nicht peaciger werden. Aber ich nehme an, das machst du eh, ne?
    Lass sie einfach zusammen und guck, was passiert. Sollte es eskalieren, wäre wohl der Punkt gekommen wo man sagen muss, dass es einfach nicht passt.
    Aber nun erstmal ruhig bleiben, das ist ganz wichtig. Und machen lassen.

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